Die Geschichte:

Schon lange bevor die Spanier den
Südamerikanischen Kontinent eroberten,
wurden von den Indios Wildmeerschweinchen gezüchtet.
In Mittelchile waren sie schon um 1200 v. Ch.
begehrte Opfer- und Grabbeigaben
und dienten den Bewohnern als Nahrungsmittel.
Nach wie vor werden in den
Andenstaaten Meerschweinchen in Massen vermehrt
und auf den Märkten als Nahrungsmittel angeboten.

Sicherlich schnürt sich auch mir bei diesem Gedanken die Kehle zu, aber so denken Inder oder Muslime wohl auch über unseren Verzehr von Kühen oder Schweinen. (Wenn auch teilweise aus anderen Gründen.)

Durch Seefahrer kam das Meerschweinchen schließlich nach Europa.
Warum, kann man nicht mit Bestimmtheit sagen.
Vielleicht hatte es kulinarische Hintergründe,
vielleicht waren sie aber auch für die europäischen Zoos bestimmt.
Als Haustiere waren sie sicherlich nicht gedacht,
denn ihr Preis dürfte ziemlich hoch gewesen sein.
Allerdings gab es sicherlich einige reiche Kinder, welche damals schon in den Genuss eines Meerschweinchens als Haustier gekommen waren.

Mit Gewissheit kann man jedoch sagen, dass Meerschweinchen nicht zu Forschungszwecken eingeführt wurden. Dazu waren sie einfach zu teuer.






Zoologisch gesehen:
Ordnung:
  • Nagetiere (Rodentia)


  • Unterordnung:
  • Meerschweinchenverwandte
    (Caviomorpha)


  • Familie:
  • Meerschweinchen (Caviidae)


  • Unterfamilie:
  • eigentliches Meerschwein
    (4 Gattungen: Cavia, Galea, Microcavaia, Kerodon)
  • unser Hausmeerschweinchen (Höhlenmeerschweinchen)




  • Enge Verwandte unserer kleinen Hausmeerschweinchen:

  • Der Pampahase (Dolichotis patagonum)

  • Wasserschwein (Hydrochoerus hydrochaeris)

  • Wildmeerschweinchen (daraus entwickelte sich das Hausmeerschweinchen)

  • Wieselmeerschweinchen (Galea musteloides)

  • Felsenmoko (Kerodon rupestris)

  • Südliches Zwergmeerschweinchen (Microcavia australis)


  • Bis heute streitet sich die Wissenschaft darüber,
    ob Meerschweinchen überhaupt zu der Ordnung
    der Nagetiere gehören.
    Sinnvoller ist es, sie als eine eigene Ordnung zu betrachten.