Vor dem Kauf

Wie schon im Vorwort erwähnt, ist die Entscheidung,
sich ein Tier anzuschaffen,
immer eine ernste Angelegenheit und sollte nicht unüberlegt sein.
Die mit Abstand schlechtesten Wege,
sich ein Tier (egal welcher Art) anzuschaffen:


  1. Man ist gerade dabei seine Wocheneinkäufe zu erledigen und erinnert sich noch im letzten Augenblick an die Hundekuchen
    für den Nachbarshund.
    Zum Glück kommt man gerade an einem Zoohandel vorbei.
    Auf der Suche nach den Hundekuchen kommt man an den Käfigen mit den Tierbabys vorbei,
    die gerade erst von ihren Mamas getrennt wurden.
    Das sollte man sich vielleicht einmal klar machen.
    Dann sieht man hinter dem Glas ein niedliches kleines Tierchen,
    welches einen mit seinen süßen, kleinen Knopfaugen anblickt.
    Logisch! Da wird jedem guten Menschen warm ums Herz.
    Aber macht bitte nicht den Fehler und nehmt das kleine sofort mit.
    Selbst dann nicht, wenn ihr euch auf eben
    dieses Tier festgelegt habt.
    In jeder guten Zoohandlung werden sie euch das Tier gerne zurücklegen, wenn ihr erklärt,
    dass ihr euch zuvor gern etwas näher
    über diese Tierart informieren wollt.
    Sollte der Verkäufer etwas dagegen haben,
    dann seid so stark und geht wieder.
    Auch wenn es schwer fällt, macht euch klar,
    dass das dann so wie so keine gute Zoohandlung sein kann.
    Man ist dort nur auf Profit aus.
    In diesem Fall, lest erst einmal einen Fachbezogenen Ratgeber oder erkundigt euch im Internet.
    Wenn das Tier dann immer noch bei euch einziehen soll,
    euch das Meerschweinchen, der Wellensittich, die Ratte, die Rennmaus, oder welches Tier es auch immer sein mag, immer noch gut gefällt und ihr meint mit allen kleinen Schwierigkeiten,
    die jedes Tier mit sich bringt und
    die auch bei jedem Tier anders sind, gut fertig zu werden,
    dann gratuliere ich euch recht herzlich zu eurem neuen,
    kleinen Freund!
    Nun könnt ihr in aller Ruhe sämtlich Zoohandlungen und Züchter
    (sofern es welche gibt) in eurer Umgebung abklappern,
    bis ihr euren passenden Freund gefunden habt.
    (Passende Freunde, eigentlich besser gesagt. Denn alle eben von mir erwähnten Tiere, kurz gesagt, alle Tiere die ich hier auf dieser Homepage erwähne, sind absolute Herdentiere und dürfen nur unter ganz bestimmten Vorraussetzungen alleine gehalten werden!!)


  2. Wenn du noch minderjährig bist und noch bei deinen Eltern wohnst, schlage dir so schnell wie möglich den Gedanken aus dem Kopf,
    dir heimlich ein Tier anzuschaffen.
    Du solltest auf jeden Fall gründlich mit deinen Eltern darüber reden!
    Merk dir, deine Eltern sitzen immer am längeren Hebel.
    Stell dir mal vor, einer deiner Eltern hat eine Allergie oder
    eine ganz allgemeine Abneigung gegen diese Tierart,
    (ganz oft bei Ratten!!! - Unverständlicher Weise!)
    dann müsste dein kleiner Freund am Ende noch in ein Tierheim.
    Das willst du doch auch nicht - oder?
Ganz allgemeine Überlegungen vor dem Kauf:


  • Wenn mein Kind ein Tier möchte, muss ich mir darüber im Klaren sein, dass das Tier dem Kind langweilig werden könnte und ich mich dann darum kümmern muss. (- gerade bei sehr kleinen Kindern!!)



  • Vergewissere dich, dass es im näheren Umfeld
    des Tieres keinen Allergiker gibt.
    Besonders die Person, die sich um das Tier kümmern soll,
    sollte sich sicher sein,
    dass sie keine Allergie gegen das Fell des Tieres hat.



  • Möchte man nur eine einzelne Rennmaus, muss man sich darüber im klaren sein, auch wenn du ein stressigen Arbeits- oder Schultag hattest, denn da kann das Mäuschen nichts dazu,
    dass diese Rennmaus jeden Tag mindestens drei Stunden Beschäftigung braucht.
    Gerade einzelne Wellensittiche brauchen
    einzelne Kuschel-/Spielstunden mit permanenter Beschäftigungstherapie.
    Hat man zwei oder mehrere Rennmäuse,
    beschäftigen sie sich größten Teils selbst
    und sind super glücklich, wenn sie zusammen
    durch das Zimmer toben können.
    Rennmäuse sind allerdings noch die Tiere auf dieser Homepage,
    die man am allerwenigsten allein halten sollte.
    Sie erlangen keine so feste Bindung zu Menschen, wie beispielsweise Ratten. Außerdem kuscheln sie viel.
    Egal wie viele Mäuse man hat, ob 2 oder 20,
    man wird sie immer nur in einem Haufen,
    übereinander schlafen sehen.
    Sie haben besonders enge Familienverbände und
    es macht Spaß diese zu beobachten.
    Eine einzelne Rennmaus macht keinen Spaß, denn genau das Beobachten, macht den Reiz bei dieser Tierart aus.



  • Der Käfig muss bei Rennmäusen nur sehr selten gesäubert werden,
    denn sie urinieren kaum. Dennoch sollte es, je nach Größe des Käfigs, aller mindestens ein mal im Monat gemacht werden.



  • Eine Rennmaus wird durchschnittlich leider nur 1-3 Jahre alt,
    ähnlich wie Ratten.
    Dennoch ist es eine schöne zeit mit ihnen zusammen.
    Gerade weil sie ein so kurzes Leben haben, sollte man alles tun,
    damit es ein tolles Leben für sie ist!!



  • Wie alle anderen Tiere auch machen Rennmäuse
    auch ganz gern mal Dreck.
    Sie lieben es zu buddeln und ein Halter der seine Tiere im Gitterkäfig hält und nicht im Terrarium,
    wird etwa jeden Tag die Einstreu nachfüllen müssen,
    da sie sonst alles nach draußen befördert haben.
    Man sollte da also nicht so zimperlich sein.



  • Ebenso wie wir Menschen, werden auch Rennmäuse einmal krank.
    Tierartkosten können unter Umständen auch mal etwas höher ausfallen, auch wenn man bei solch kleinen Tieren
    leider selten etwas machen kann.
    Menschen die sich bei diesem Punkt nicht sofort an die Stirn tippen und sich fragen:
    "Was soll das? Das ist doch selbstverständlich, dass ich alles für mein Tier mache!",
    sollten besser noch einmal überlegen, ob sie sich überhaupt ein Tier (egal welcher Art) anschaffen sollten!
Sollten euch alle diese Punkte nichts ausmachen und eher lächerlich erscheinen - dann würde ich mal sagen,
dass eure zukünftigen Ratten ein tolles Leben haben werden!!!

Ich wünsche euch viel Spaß miteinander!!